Die Verarbeitung der verschiedenen Blattgoldsorten (z.B. Weiß-, Grün-, Orange-, Dukaten-, Rot- und Mondgold) und anderer Metalle, wie Blattsilber und unedle Blattmetalle (z.B. Schlagmessing, -aluminium, -kupfer) erfolgt in den traditionell handwerklichen Techniken der Vergolderei.

Als Trägermaterialien eignen sich Holz, Stuck, Metalle, Glas und Stein:

 

im Innenbereich

  • auf Rahmen, Skulpturen, Objekten, Dekorationsgegenständen, Kleinmöbeln etc.
  • als Ölvergoldung, Hinterglasvergoldung, Polimentglanz- oder -mattvergoldung

im Außenbereich

  • auf Auslegern, Inschriften, Wappen etc.
  • ausschließlich als Ölvergoldung

Weitere Beispiele finden Sie in der Bildergalerie

Stufen des Aufbaus einer Polimentglanzvergoldung:

1. Leimtränken des Holzes

Verbesserung der Haftungseigenschaften zwischen Trägermaterial und Grundierung

2.

Steingrundieren

Verbesserung der Haftungseigenschaften zwischen Trägermaterial und Kreidegrund
3.

Kittarbeiten/Armierung

Ausbessern von Fehlstellen, Sicherung rissanfälliger Stellen mit Gazegewebe
4.

Kreidegrundieren

Ausgleich von Unregelmäßigkeiten der Trägeroberfläche (bis zu 8 Schichten)
5.

Schleifarbeiten

Schaffung einer glatten Oberfläche (gleichmäßiger Glanzgrad)
6.

Löschen des Kreidegrundes

Ausgleich der uneinheitlichen Saugwirkung des Kreidegrundes
7.

Polimentieren

Aufbau des unmittelbaren Blattgoldträgers (bis zu 3 Schichten)
8.

Abreiben des Poliments

Verdichtung und Glanzbildung des Blattgoldträgers
9.

Netzen

Aktivierung des Polimentleims mittels eines Alkohol-Wasser-Gemisches
10.

Anschießen des Blattgoldes

Aufbringen des Blattgoldes (ca. 1/10.000 mm dick) mit einem Fehhaarpinsel
11.

Polieren der Goldauflage

Erzielung des Hochglanzeffektes mit dem Achat-Polierstein
12.

Überziehen/Tönen

Schutz/Tönung der Glanzgoldoberfläche durch Lasuren
13.

Patinieren

Nachempfinden von Alterungserscheinungen und Gebrauchsspuren